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100 Jahre Kunststoffe
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Am Anfang war das Wort


Kunststoffe-Jahrgangstitelcover
Der erste Jahrgang
1911


Kunststoffe-Jahrgangstitelcover
Der aktuelle Jahrgang
2010

Januar 1911: Die erste Ausgabe der Kunststoffe erscheint, der – wie es auf dem Titelblatt heißt – Zeitschrift für Erzeugung und Verwendung veredelter oder chemisch hergestellter Stoffe. Deren Gründer, Dr. Richard Escales, schreibt in der Einführung: “Unsere Zeitschrift soll bei allen Kunststoffen zunächst die Herstellungsverfahren berücksichtigen, sowohl nach der chemischen als der maschinellen Richtung. Dann aber soll weitgehende Rücksicht genommen werden auf die Verwendung; mit letzterer Hand in Hand geht die Prüfung und Untersuchung der Stoffe.“ Dass die 1910 gegründete Zeitschrift diesem ursprünglichen Ansinnen treu geblieben ist, belegt ihr heutiger Untertitel: Werkstoffe, Verarbeitung, Anwendung.

Die Kunst, Stoffe zu erschaffen

Dennoch hat sich die Ausrichtung des Blatts, das es im 1. Jahrgang auf 480 und heute in Spitzenzeiten, sprich Jahren mit K-Messe, auf über 2000 Seiten bringt, über die Jahrzehnte selbstverständlich geändert. Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Begriff “Kunststoffe“, den Escales erst prägte, längst auch (polymere) Materialien umfasst, die damals noch gar nicht erfunden waren – Beleg für die Lebendigkeit und Innovationskraft eines heute bedeutsamen Industriezweigs. Dieser Entwicklung greift der visionäre Herausgeber in seinem ersten Vorwort schon vor: Demnach dürfe sich die Chemie nicht mehr damit begnügen, Naturstoffe nachzuahmen, vielmehr gehe sie endlich dazu über, Stoffe künstlich herzustellen, die diesen an Wirkung überlegen seien. Heute sprechen die Anwender in diesem Zusammenhang gerne von maßgeschneiderten Kunststoffen.

Lange Jahre bilden plastische Massen auf Basis von Zellulose, Kautschuk, Kunstharzen und Eiweißstoffen den inhaltlichen Schwerpunkt der Zeitschrift. Viele Arbeiten verfolgen das Ziel, Ersatzstoffe für Bernstein, Seide, Leder, Korkmassen, Peche und andere natürliche Rohstoffe zu finden. Später, nachdem die Theorie der Makromoleküle ihren Niederschlag in der Praxis gefunden hat, drängen die synthetisch hergestellten Thermoplaste und Duroplaste ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Im selben Maße lösen heute noch dominierende Verarbeitungstechniken wie das Spritzgießen und Extrudieren die traditionellen Knet- und Pressverfahren ab. Auch die Anwendungsschwerpunkte verlagern sich, von klassischen Konsumgütern zu Massenprodukten für die Bau- und Verpackungsindustrie und weiter zu innovativen Lösungen für den Fahrzeugbau, die Medizintechnik, Optik und Elektronik.

Bei allem Wandel – geblieben ist der Zeitschrift die Mittlerfunktion zwischen Kunststofferzeugern, Werkzeug- sowie Kunststoffmaschinenbauern und den Verarbeitern, ihre Rolle als Sprachrohr der Industrie und Organ der maßgeblichen Verbände. Und allen Unkenrufen der Skeptiker zum Trotz, die nur ein billiges Ersatzmaterial erkennen wollten, haben sich die Kunststoffe, die ihre Bezeichnung der Zeitschrift verdanken, mit intelligenten Lösungen in vielen, auch anspruchsvollen Anwendungsfeldern etabliert. Viele Formteile sind, insbesondere wenn die konstruktiven Möglichkeiten ausgeschöpft werden, eben doch Kunst-Werke.

Den Kampf aufnehmen

In den Anfängen befassten sich mit Kunststoffen nur hartgesottene Forscher, die “auch mit nicht krystallisierbaren und nicht destillierenden Stoffen den Kampf aufnahmen“, so Escales. Solche Köpfe, die technisches Neuland erobern, bilden nun seit 100 Jahren einen Stammbaum namhafter Autoren. Die Zeitschrift kann sich glücklich schätzen.

Anlässlich des Jubiläums stellt Kunststoffe.de – neben einer Galerie längst vergessener Anzeigenmotive – zwei Sammlungen historischer Beiträge vor: Die eine gewährt einen Einblick in die Hand in Hand gehende Entwicklung der Kunststofftechnik und den Wandel der Zeitschrift, die andere illustriert den sichtbaren Einfluss dieser Materialien auf wichtige Branchen sowie Design und Technik der dort produzierten Güter.

Viel Vergnügen bei dieser Entdeckungsreise wünscht

Clemens Doriat
(Redaktion Kunststoffe)


Rückblick
Beitragsreihe “100 Jahre Kunststoffe

Unsere Beitragsreihe in der Zeitschrift Kunststoffe illustriert den sichtbaren Einfluss von Kunststoffen auf wichtige Branchen sowie Design und Technik der dort produzierten Güter.
Anzeigengalerie
Anzeigenwerbung aus einem Jahrhundert

Zum 100. Geburtstag von Kunststoffe haben wir eine Galerie von Anzeigenmotiven quer durch alle Bereiche der Kunststofftechnik zusammengestellt. Sie umfasst Werbeanzeigen aus den Jahren zwischen 1937 und 1964.
Historische Dokumente
Beiträge aus der Zeitschrift Kunststoffe

20 Beiträge aus den Jahren 1911 bis 1993 geben Ihnen einen Einblick in die Hand in Hand gehende Entwicklung der Kunststofftechnik und den Wandel der Zeitschrift Kunststoffe.

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